Yellow Cab Movie Blog

Making of - Süsse Stuten 7

Erotik — geschrieben von phryx @ 15:24

Making Of: Süsse Stuten 7 

Orig. Titel: Making of - Süsse Stuten 7  

Dt. Titel: Making of - Teenie Stuten 7

Jahr: 2009 

Regie: Daniel Hyan

Musik: Conny Sachs

Darsteller: Jörg Buttgereit , Alexander Gregor, Conny Dachs, Tyra Misoux, Vivien La Fleur, Jakob Bieber, Ron Matz  

Kurzinfo: Jonas ist jung, ehrgeizig und filmbegeistert. Der angehende Filmstudent ergattert einen begehrten Praktiumsplatz bei einer Filmproduktionsfirma. Der Weg nach Hollywood beginnt für ihn bei der Pornoschmiede Lavalight Entertainment in Berlin. Abgehalfterte Altstars, blutjunge Anfängerinnen, knisternde Intrigen, bizarre Sexunfälle und Viagra-Sucht begleiten von nun an seinen Alltag . . . Ein Making Of!  

Wertung: SmileSmileSmileSmile

Lonnysfilme: Making Of: Süsse Stuten 7

Pers. Status: Cool 

Weitere Infos: Die Macher sagen  selbst über ihre Internetserie: Wir sind für die Erotikbranche was Stromberg für die Versicherungsbranche ist. Hoch gegriffen. Aber sie versprechen nicht zu viel. Geballte Stereotypenpower die ein Geschäft widerspiegelt was alle nutzen aber jeder totschweigt. Die Charaktere sind toll gezeichnet: Der holländische Altstar Fick van Hinten, der amerikanische Pornomaster Evil Dick Masterson oder die blutjunge Judie Jewel. Am besten Jörg Buttgereit als Pornoregisseur Heinz Moon, der gerne beim Horrorfilm arbeiten würde. Kleiner Seitenhieb, dass Buttgereit selbst verantwortlich ist für Horrorklassiker wie Nekromantik 1 und 2. Und dazu wirklich tolle Pointen, Dialoge... nur die seltsame Kameraführung die wohl im Making Of Style sein sollte wirkt eher lächerlich als künstlerisch.

Die Serie gibts als 12-teilige Internetserie oder mittlerweile als DVD (mit mehr als lustigen Audiokommentar) 

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Conny Dachs mit dem Titelsong für Making Of: Süsse Stuten 7 

 

 

"Schau dich mal um, sieht das aus wie das Set von Cannibal Corpse?

Wir sind hier beim Pornofilm! Du machst Porno Heinz."

Produzent Andy zu seinem Regisseur Heinz nachdem dieser

ihm einen Horrofilm gepitcht hat... 


Terminator 4: Salvation

Action — geschrieben von phryx @ 14:05

 

Orig. Titel: Terminator 4: Salvation  

Dt. Titel: Terminator: Die Erlösung 

Jahr: 2009 

Regie: McG

Kamera: Shane Hurlbut

Schnitt: Conrad Buff IV

Musik: Danny Elfman

Darsteller: Christian Bale, Sam Worthington, Anton Yelchin, Moon Bloodgood, Bryce Dallas, Howard Common, Jane Alexander, Helena Bonham Carter

Kurzinfo: Nach der Apokalypse und der Machtübernahme der Maschinen ist John Connor dazu bestimmt, als Anführer des Widerstands einen Weg zu finden, um Skynets erbarmunglosen Plan zur Vernichtung der Menschheit zu torpedieren. Während Connor seine Straßenkämpfer im Untergrund für einen letzten verzweifelten Angriff mobilisiert, wird ihm klar, dass er seinen eigenen Vater, Kyle Reese, retten muss, um die Zukunft zu sichern.

 

Doch die schockierendste Entdeckung offenbart sich mit dem Auftauchen von Marcus Wright, einem geheimnisvollen Einzelgänger aus der Vergangenheit, der Connor vor eine unmögliche Wahl stellt - die das künftige Schicksal der Menschheit entscheiden wird und beide auf eine lebensbedrohliche Odyssee ins Innere der feindlichen Organisation führt . . . 

Wertung: SmileSmileSmileSmileSmile

IMDB Link: Terminator Salvation

Lonnysfilme: Terminator Salvation 

Pers. Status: Cool 

Weitere Infos: Danke für ein nichtssagendes Sequel. Christian Bale und Sam Worthington machen ihre Sache ganz gut in einem Film der vor Sinnlosigkeit nur so strotzt. Es ist alles gesagt in der Terminator Saga, nein was macht T4... sie lassen mit dem letzten Satz sogar noch Handlungsspielraum für einen 5. Teil. Die finale Schlacht. Um im 6. Teil erwacht Arnold von den Toten und übernimmt die Weltherrschaft. Wer auf Hubschraubergeräusche (dauermonoton) und viel Funken, Krach und Bumm steht, der wird 100 Minuten Freude haben und den Film dann weiterverschenken.   

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"This is John Connor. If you're listening to this, you are the resistence. Listen carefully, if we attack tonight, our humanity is lost. Command wants us to fight like machines. They want us to make cold, calculated decisions. But we are not machines! And if we behave like them, then WHAT IS THE *POINT* IN WINNING? Command is going to ask you to attack Skynet. I am asking you not to. If even one bomb drops on Skynet before sunrise, our future will be lost. So please stand down. Give me time to protect the future that all of us are fighting for. This is John Connor."

 

John Connor Speech 


Firepower

Action — geschrieben von phryx @ 17:01

 

Orig. Titel: Firepower  

Dt. Titel: Firepower  

Jahr: 1979 

Regie: Michael Winner

Kamera: Robert Paynter

Schnitt: Michael Winner

Musik: Gato Barbieri

Darsteller: James Coburn, Sophia Loren, O.J.Simpson,
Eli Wallach, Anthony Franciosa, Jake LaMotta

Kurzinfo: Als schmutzige Geschäftspraktiken des milliardenschweren Carl Stegner drohen, publik zu werden, wird kurzerhand der Kronzeuge ermordet. Die Witwe des Opfers schwört Rache: Sie engagiert ihren Ex-Mann, Kopfgeldjäger Carl Fannon sowie den zwielichtigen Catlett. Die beiden sollen den inkognito und gut geschützt in der Karibik lebenden Großindustriellen entführen. Je näher sie Stegner kommen, desto tödlicher wird die Spur. Wem können Sie noch trauen?

Wertung: SmileSmileSmileSmileSmileSmileSmileSmile

IMDB Link: Firepower

Lonnysfilme: Firepower 

Pers. Status: Cool 

Weitere Infos: Auf der einen Seite was soll man sagen. Der Cast ist für diese Zeit aller erste Sahne. Die Western Allstars Eli Wallach und James Coburn, die lustigerweise als Doppelgänger auftreten. Dazu Sophia Loren und O.J. Simpson. Auf der anderen Seite. Der Film ist kein Geniestreich. Die Story ist mau, schon zig mal durchgekaut, aber trotz allem gekonnt inszeniert. Persönlich hat er mir gefallen. Kein zu langer Storyaufbau, schnelle Einführung in die Charaktere, die mit der Zeit interessante Züge annehmen. Wer die Schauspieler mag und wer auf leichtes Actionkino einer etwas angestaubten Generation steht, soll ihn sich nicht entgehen lassen.  

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Defintion Firepower: 

A measure of the resources available to a group which allows them to achieve their objectives; capacity for action.


Where does it hurt?

Komödie — geschrieben von phryx @ 16:42

   

Orig. Titel: Where does it hurt?

Dt. Titel: Wo tuts weh?  

Jahr: 1931 

Regie:   Rod Amateau

Kamera: Brick Marquard

Schnitt: Mario Morra

Musik: Keith Allison

Darsteller: Peter Sellers, Jo Ann Pflug, Rick Lenz, Harold
Gould, Eve Bruce, Pat Morita, Brett Halsey, Hope Summers

Kurzinfo: Seinen Job hat Lester Hammond schon verloren. Jetzt will er wenigstens sein Leben behalten. Und da Vorsicht die Mutter aller Weisheit ist, läßt er sich im fashionablen Vista Vue Krankenhaus durchchecken, ob alles "in Butter" ist. Dass er vor den Pflegern und den Ärzten mit seinem Reichtum nicht hinter dem Berg hält, ist ein Fehler den er spätestens auf dem OP-Tisch bemerkt. Zwar ohne Blinddarm aber mit viel Energie will Lester die merkwürdigen Zustände in dieser Klinik und die zweifelhaften Methoden des Chefarztes Hopfnagel aufdecken. Ein mühsames Unterfangen, denn nicht nur die "ärztliche Schweigepflicht" macht das Krankenhauspersonal zu einer verschworenen Gemeinschaft . . .

Wertung: SmileSmileSmileSmileSmileSmileSmileSmile

IMDB Link: Where does it hurt? 

Pers. Status: Cool 

Weitere Infos: Es soll ja Leute geben die behaupten, dass dies Peter Sellers schlechtester Film ist. Tatsächlich? Ich habe noch nie eine Rolle gesehen, bei der jede Handbewegung, jeder Satz, jede Pointe perfekt sitzt. Vielleicht ist es ein schwieriger Humor, aber wenn man diesen fiesen Sarkasmus mag, dann wird man diesen Film lieben. Ob es die sexy Krankenschwester ist, die jede Menge Zeit in Besenkammern aufwendet, oder der Facharzt, der Angst vor Operationen hat und über allen steht Dr. Hopfnagel (Peter Sellers), der im Notfall den Karren aus dem Dreck zieht.  Kann ich nur empfehlen diesen Streifen.

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"Tut es da weh? Oder dort?

Wenn sie mir nicht sagen wo es weh tut dann kann ich ihnen auch nicht helfen!!" 

Dr. Zerny zu Lester Hammond


The Hire

Action — geschrieben von phryx @ 22:20

The Hire Special

The Hire ist eine von BMW produzierte Kurzfilmreihe, die mit Hilfe von bekannten Regisseuren und Drehbuchautoren, diverse BMW Modelle möglichst werbewirksam in szenische 10-Minüter einband und noch bis 2005 kostenlos über das Internet vertrieben wurde. Insgesamt enstanden mit den Produzenten David Fincher (Season 1) und Tony und Ridley Scott (Season 2) insgesamt acht Kurzfilme. Die Filme sind in sich geschlossen und nur dadurch verbunden dass es einen Fahrer (Clive Owen) gibt, der durch diverse Hintergründe Leute in einem brandneuen BMW (verschiedene Klassen) befördern wird.

 

 

Orig. Titel: The Hire

Dt. Titel: The Hire

Jahr: 2001/2002 

Trivia: Nach der Veröffentlichung der Filme im Netz hatten innerhalb kürzester Zeit fast 11 Millionen Leute die Filme gesehen. Daraufhin entschied sich BMW eine DVD zu veröffentlichen und über Messestände oder Autohäuser zu vertreiben. Doch schon bald waren die DVD's vergriffen. Schließlich veröffentlichte BMW und Vanity Fair eine offzielle DVD als Beilage zur Zeitung, jedoch musste man auf das Kar-Wai Wong Segment The Follow verzichten, in welchem Forest Whitaker einen Nebenpart einnahm und er laut Vertrag nur mit einer Internetveröffentlichung einverstanden war.

2003 erschien nochmals eine Version und diesmal mit The Follow. 2004 erschienen sogar 5 Comics, die die Story vom "Driver" aufgriffen. Bis heute haben in etwa 100 Millionen Leute die Filmreihe gesehen und BMW hat dadurch die Sichtweise grundlegend verändert, wie Produkte beworben werden.

 

Wertung: SmileSmileSmileSmileSmileSmileSmileSmileSmileSmile

IMDB Link: The Hire  

Pers. Status: Surprised 

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Die einzelnen Filme in der Kurzvorstellung:

  •     
    • Orig. Titel: Powder Keg   
    • Regie: Alejandro González Iñárritu   
    • Kamera: Robert Richardson   
    • Schnitt: Luis Carballar/Gabriel Rodríguez de la Mora/Alejandro González Iñárritu   
    • Musik: Harry Gregson-Williams   
    • Darsteller: Clive Owen, Stellan Skarsgård, Lois Smith   
    • Kurzinfo: The Driver (Clive Owen) soll sich in ein Kriegsgebiet begeben und den Kriegsfotografen Harvey Jacobs befreien. Im Auto erzählt Harvey ihm, wie er zur Fotografie kam und wie ihn der Krieg bedrücke. An der Grenze geraten die beiden mit ihrem BMW in ein Gefecht, können sich jedoch retten. Mit Entsetzen muss The Driver feststellen, dass Harvey getroffen worden war.   
    • Bewertung: SmileSmileSmileSmileSmileSmile   
    • Auto: BMW  X5


  •  
    • Orig. Titel: The Follow
    • Regie: Kar Wai Wong
    • Kamera: Harris Savides
    • Schnitt: William Chang
    • Musik: Joel Goodman/Jeff Rona
    • Darsteller: Clive Owen, Mickey Rourke, Adriana Lima, Forest Whitaker
    • Kurzinfo: The Driver (Clive Owen) soll im Auftrag eines herrischen Filmproduzenten eine Schauspielerin bespitzeln. Damit lernt er das Leid der jungen Frau kennen, gibt das Geld für den Job zurück und verschwindet.
    • Bewertung: SmileSmileSmileSmileSmileSmileSmileSmile
    • Auto: BMW 3 Series und Z3 Roadster


  •  
    • Orig. Titel: Star
    • Regie: Guy Ritchie
    • Kamera: Christopher Soos
    • Schnitt: Tom Muldoon
    • Musik: Blur/Richard Wagner
    • Darsteller: Clive Owen, Michael Beattie, Toru Tanaka Jr., DTeflon, Troy Aguayo, Madonna, Woon Young Park
 
  •  
    • Kurzinfo: The Driver (Clive Owen) steht bei einer Stardiva (Madonna) in der Garage. Normalerweise fährt sie mit ihrer schwarzen Limousine, aber heute wählt sie den silbernen BMW. Nach kurzer Zeit schnauzt sie an, warum er so verdammt langsam fahre, ausserdem wolle sie ihren Bodyguard abhängen. Daraufhin gibt der Driver Gas, mit Folgen...
    • Bewertung: SmileSmileSmileSmileSmileSmileSmileSmileSmile
    • Auto: BMW M5

  •  
    • Orig. Titel: Ambush
    • Regie: John Frankenheimer
    • Kamera: Newton Thomas Sigel
    • Schnitt: Robert Duffy
    • Musik: Michael Wandmacher
    • Darsteller: Clive Owen, Tomas Milian, Franklin Dennis Jones
    • Kurzinfo: The Driver (Clive Owen) soll einen alten Herrn chauffieren. Plötzlich werden sie von einem Van angegriffen. Der alte Mann solle mehrere wertvolle Diamanten dabei haben. In letzter Minute hilft der Driver ihm und sie schütteln die Ganoven mit ihrem BMW ab.
    • Bewertung: SmileSmileSmileSmileSmile
    • Auto: BMW 7 Series

  •  
    • Orig. Titel: Chosen
    • Regie: Ang Lee
    • Kamera: Frederick Elmes
    • Schnitt: Tim Squyres
    • Musik: Mychael Danna
    • Darsteller: Clive Owen, Mason Lee, Jamie Harris, Jarrod Bunch, Satoru 'Sat' Tsufura
    • Kurzinfo: The Driver (Clive Owen) soll einen jungen Heiligen zu seinen Mönchen bringen. Am Hafen werden sie von einigen Gangstern attackiert, die es auf den Jungen abgesehen haben. Als sie abgeschüttelt sind, wartet allerdings noch eine Überraschung bei den Mönchen.
    • Bewertung: SmileSmileSmileSmileSmileSmileSmile
    • Auto: BMW 5 Series


  •  
    • Orig. Titel: Ticker
    • Regie: Joe Carnahan
    • Kamera: Mauro Fiore
    • Schnitt: John Gilroy
    • Musik: Clint Mansell
    • Darsteller: Clive Owen, Don Cheadle, F. Murray Abraham, Jimmy Ortega, Eli Danker, Amir Aboulela, Ben Bray, Dennis Haysbert, Ray Liotta, Robert Patrick
    • Kurzinfo: The Driver (Clive Owen) soll einen verletzten Diplomaten in Sicherheit bringen. Der Diplomat hat einen geheimnisvollen Koffer dabei. Als dieser von einer Kugel getroffen wird, zählt ein Countdown die Minuten. Doch was dann?
    • Bewertung: SmileSmileSmileSmileSmileSmileSmile
    • Auto: BMW Z4

  •  
    • Orig. Titel: Hostage
    • Regie: John Woo
    • Kamera: Jeffrey L. Kimball
    • Schnitt: Jeff Gullo/Angus Wall
    • Musik: Steve Jablonsky
    • Darsteller: Clive Owen, Kathryn Morris, Gerry Becker, James MacDonald, Robert 'Rock' Galotti, James D. Dever
    • Kurzinfo: The Driver (Clive Owen) soll einem Kidnapper das Lösegeld bringen. Das FBI liegt auf der Lauer und greift dann zu früh ein. Nur mit seinem schnellen BMW kann er das Mädchen retten.
    • Bewertung: SmileSmileSmileSmileSmile
    • Auto: BMW Z4


  •  
    • Orig. Titel: Beat the devil
    • Regie: Tony Scott
    • Kamera: Paul Cameron
    • Schnitt: Skip Chaisson
    • Musik: Harry Gregson-Williams
    • Darsteller: Clive Owen, Gary Oldman, James Brown, Marilyn Manson, Danny Trejo, Tony Wilson, Tommy Rae Brown, Judge Bradley
  •  
    • Kurzinfo: The Driver (Clive Owen) kommt mit James Brown zum Teufel (Gary Oldman). Es soll ein alter Deal berichtigt werden, also fahren die beiden Rennen. Der Driver mit seinem BMW gegen den TransAM vom Teufel.
    • Bewertung: SmileSmileSmileSmileSmileSmileSmileSmileSmileSmile
    • Auto: BMW Z4

 



The Subplot Films

 

 

Auf der DVD Version gab es vier von Ben Younger gefilmte Zwischenpassagen, die augenscheinlich nichts mit den Kurzfilmen zu tun hatten. Es stellte sich heraus, dass BMW und die Vanity Fair eine Art Schnitzeljagd bzw. Rätsel veranstalteten. Weltweit kamen nur 250 Menschen auf des Rätsels Lösung und nahmen so an einem Gewinnspiel für einen 2003 BMW Z4 teil. Der große Preis wurde auf einer VIP Party in Las Vegas an ein Pärchen aus Bellingham, Washington überreicht.

M -Die Stadt sucht einen Mörder

Krimi — geschrieben von phryx @ 14:36

Orig. Titel: M

Dt. Titel: Die Stadt sucht einen Mörder

Jahr: 1931 

Regie:  Fritz Lang

Kamera: Fritz Arno Wagner

Schnitt: Paul Falkenberg

Musik: Edvard Grieg

Darsteller: Peter Lorre, Otto Wernicke, Ellen Widman, Inge Landgut, Gustaf Gründgens, Fritz Gnass, Fritz Odemar, Paul Kemp, Theo Lingen, Ernst Stahl-Nachbaur, Franz Stein, Theodor Loos, Georg John, Rudolf Blümner, Karl Platten, Gerhard Bienert, Rosa Valetti, Hertha von Walther

Kurzinfo: Die Polizei unter Leitung von Inspektor Lohmann versucht verzweifelt, den Täter zu ermitteln. Die Millionenstadt Berlin ist das Zentrum einer Massenhysterie. Gesprächs- und Streitthema Nummer eins an verrauchten Stammtischen ist der Serienmörder. Denunziantentum und Lynchjustiz, Misstrauen der Bürger untereinander, falsche, widersprüchliche Zeugenaussagen bringen die Polizeit zur Weißglut. Ihre Razzien weisen nur einen Erfolg auf: Die Berliner Unterwelt fühlt sich gestört, ist verunsichert. Deren Organisation, die sich durchaus als Ordnungsmacht versteht, beschliest den Mörder auf eigene Faust dingfest zu machen, damit man endlich wieder in Ruhe seinen Geschäften nachgehen kann.

Wertung: SmileSmileSmileSmileSmileSmileSmileSmileSmileSmile

IMDB Link: M - Eine Stadt sucht einen Mörder  

Pers. Status: Surprised 

Weitere Infos: Folgen

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"Dann stehe ich vor einem Plakat und lese,

was ich getan habe, und lese und lese... Das habe ich getan?

Aber davon weiß ich doch gar nichts!"

M alias Hans Beckert (Peter Lorre)


The Good, The Bad and The Ugly

Western — geschrieben von phryx @ 13:10

Orig. Titel: Il buono, il brutto, il cattivo

Dt. Titel: Zwei glorreiche Halunken

Jahr: 1966 

Regie:  Sergio Leone

Kamera: Tonino Delli Colli 

Schnitt: Eugenio Alabiso/Nino Baragli

Musik: Ennio Morricone

Darsteller: Eli Wallach, Clint Eastwood, Lee van Cleef, Aldo Giuffrè, Luigi Pistilli, Rada Rassimov, John Bartha, Livio Lorenzon

Kurzinfo:  Zur Zeit des amerikanischen Bürgerkriegs im Südwesten der USA verdienen sich Joe (Clint Eastwood) und Tuco (Eli Wallach) ihren Lebensunterhalt damit, dass sie die Belohnungen kassieren, die auf Tucos Kopf ausgesetzt sind. Joe, der die Rolle des Kopfgeldjägers spielt, liefert Tuco fortwährend bei irgendwelchen Sheriffs ab, kassiert die auf ihn ausgesetzte Belohnung und rettet seinen Kumpan in letzter Sekunde stets mit einem gutgezielten Schuss vor dem Galgen. Einmal jedoch (Versehen? Absicht?) lässt Joe Tuco ziemlich lange an seinem Strick baumeln. Tuco ist sauer. Die beiden trennen sich. Tuco trachtet Joe fortan nach dem Leben. Er schickt ihm ein dreiköpfiges Killerkommando auf den Hals - erfolglos, denn Joe ist schneller.

Wertung: SmileSmileSmileSmileSmileSmileSmileSmileSmileSmile

IMDB Link: Il buono, il brutto, il cattivo  

Pers. Status: Cool 

Weitere Infos: Das Ende der TV-Serie Rawhide versetzte Clint Eastwood in die Lage nach Europa zurückzukehren, wo er nach Für eine Handvoll Dollar (1964, Sergio Leone) und Für ein paar Dollar mehr (1965, Sergio Leone) inzwischen ein Star war. Zwei glorreiche Halunken entstand in Spanien. Das Budget (1.200.000 Dollar) war sechsmal so hoch wie bei seinem ersten Italowestern, da Regisseur Sergio Leone nach dessen Erfolg keine Probleme mehr hatte, Produzenten für seine Stoffe zu finden.

Der Film hätte in Amerika wohl nie gemacht werden können. So ist er beispielsweise für den im allgemeinen einseitigen Blickwinkel des Hollywood-Western zu lang und zu plotlastig. Leone, nicht im geringsten gelackt, schwelgt geradezu in der staubigen Beschaffenheit des Death Valley.

Als Wallach Eastwood durch die Wüste schleift, fallen das Leiden so heftig und der Handlungsrahmen so bewusst poetisch aus, dass das Publikum zu einer Art Kaktuskavallerie gemacht wird. Kein amerikanischer Western würde je so ekstatisch in dem Schmerz und den Entbehrungen waten, die nur dem masochistischen Messias gebühren.

Gerald Cole und Peter Williams sagen: "Technisch, inhaltlich und vom puren Unterhaltungswert ist der Film der vollkommendste unter Eastwoods Italowestern: ein verwirrendes Kaleidoskop aus verblüffenden Effekten, abrupten Umschwüngen, beißendem, zynischem Humor und Leones großartigen Bildern, die von Morricones bis dato einfallsreichster und reichhaltigster Musik unterstützt werden. Sämtliche Western und Kinokonventionen werden, so extrem wie möglich, humorvoll auf den Arm genommen."

Die Time schrieb man könne den Titel auch so interpretieren: Das Gute ist Leones geschickte Kameraführung, die Farbe und Aufbau fachmännisch verbindet und großen Wert auf die Einzelheiten von Form und Beschaffenheit legt, die sich einem bieten, wenn man im Freien statt im Studio dreht. Das Schlechte bezeichnet das hölzerne Agieren und Leones Fimmel, sich auf die gedrängten Werte und das Ausschöpfen der Grenzen des Comic strips zu konzentrieren. Das Hässliche ist sein unersättliche Hunger nach Prügeleien, Schlitzereien und Verstümmelungen sowie Großaufnahmen von eingeschlagenen Gesichtern und schaurigen Toneffekten.

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"Wenn bei mir einer das Fenster aufmacht,

weiß jeder: Der wird jetzt erschossen"

Sergio Leone

 


Breathless

Krimi — geschrieben von phryx @ 21:36

 

Orig. Titel: À bout de souffle

Dt. Titel: Außer Atem

Jahr: 1960 

Regie:  Jean-Luc Godard

Kamera: Raoul Coutard 

Schnitt: Cécile Decugis/Lila Herman

Musik: Martial Solal

Darsteller: Jean-Paul Belmondo, Jean Seberg, Daniel Boulanger, Jean-Pierre Melville, Jean-Luc Godard, Richard Balducci, Roger Hanin, Jean-Louis Richard, Van Doude

Kurzinfo:  Godard sagt: Ausser Atem habe kein Thema, das man in zwei Sätzen definieren könne; der Film erzählt eine Geschichte, dazu keine einfache; man brauche mindestens 20 Minuten, um sie zu resümieren. Solange wollten vermutlich viele Kritiker nicht warten. Ihre Inhaltsangaben lesen sich in etwa wie folgt: Arbeitsscheuer Nachwuchsgangster - unterwegs mit einem gestohlenen Wagen - er schießt auf seinem Weg nach Paris einen ihn verfolgenden Polizisten, trifft sich dort mit einer ebenfalls arbeitsscheuen amerikanishen Studentin, Zeitungsverkäuferin und angehenden Journalistin, verbringt mit ihr gelangweilte Liebesnächte, wird trotzdem von ihr verraten und von der Polizei erschossen.

Wertung: SmileSmileSmileSmileSmileSmileSmileSmileSmileSmile

IMDB Link: À bout de souffle  

Pers. Status: Cool 

Weitere Infos: Vorweg ein Zitat: Mit kühler intellektueller Neugier wendet sich ein fähiger junger Regisseur der französischen >>Neuen Welle<< (Nouvelle vague, zu der u.a. auch Truffaut gehörte) den abseitigen Experimenten einer kriminellen Jugend zu. Was er mit mehr formaler Geschicklichkeit als geistiger Reife zur Darstellung bringt, ist schamloser Nihilismus. Die böse Kälte, mit der er dabei zu Werke geht, macht den Film besonders widerwärtig. (Filmdienst, 1960)

Godard sieht seinen Film mittlerweile differenziert; er hatte einen Scarface drehen wollen, es kam ein Alice in wonderland heraus, aber mittlerweile sei der Film nur noch faschistisch. A bout de souffle - ein Titel, der alles erklärt, der den Inhalt des Films, sein Thema interpretiert, sein Ende vorwegnimmt: Außer Atem - gehetzt - atemlos - ohne Atem - tot!! Wo der klassische Filmgangster bis zuletzt alles daransetzt, zu überleben, verliert Michel diesen (Über-)Lebenswillen rapide.

Michel (Jean-Paul Belmondo) & Patricia (Jean Seberg)

Godards erster abendfüllender Spielfilm war für viele revolutionär; eine Provokation der guten Filmsitten. Revolutionär vor allem in der Kameraführung: Kameramann Raoul Coutard drehte die Strassenszenen stehend freihändig oder versteckt aus einem verschlossenen fahrbaren Kasten heraus, so dass viele Strassenpassanten als unbezahlte Komparsen mitwirkten. Längere Kamerafahrten kurbelte er von einem Krankenrollstuhl aus, den ein Assistent durch die Strassen schieben musste. Coutard arbeitete ohne Stativ, ohne Schienen, musste mit minimaler Beleuchtung auskommen, was bei nachtuafnahmen zur erstmaligen Anwendung besonders empfindlichen Fototmaterials führte, das die Herstellerfirma eigens für Außer Atem in Filmkassetten einliegen ließ.

Revolutionär auch der Filmschnitt: Aus vielen Dialogpassagen schnitt Godard ganze oder halbe Sätze, aus manchen Vorgängen verbindende Partien heraus. Durch diese >>jump cuts<< brachte er Filmästheten aus der Fassung; die Schnitte schienen in keiner Weise nützlich, für viele nur verwirrend.

Und tatsächlich war diese >>Technik<<, wie Godard später berichtete, aus einem Zufall erwachsen: "Erste Filme sind immer sehr lang. Denn verständlicherweise will man nach 30 Jahren in seinen Film alles reinpacken... mein Film war über 2 Stunden lang, und das war unmöglich, er durfte laut Vertrag nur anderthalb Stunden dauern. Wir haben uns alle Einstellungen vorgenommen und systematisch das geschnitten, was wegkonnte, uns aber dabei bemüht, einen Rhythmus einzuhalten."

Mit den Worten Louis Aragons: "Niemand vermag besser als Godard die Ordnung der Unordnung zu beschreiben." 

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"Das kotzt mich an!"

Michel Poiccard


Meine Filmbewertungsliste

Übersicht — geschrieben von phryx @ 21:21

Hier werden mit der Zeit alle Filme nach Bewertung geordnet aufgelistet, die ich hier vorgestellt habe.

Bewertung: 0-2, 3-4, 5-6, 7-8, 9, 10  

 (weiter)

Plan 9 from outer space

Science-Fiction — geschrieben von phryx @ 17:51

 

Orig. Titel: Plan 9 from outer space

Dt. Titel: Plan 9 aus dem Weltall 

Jahr: 1959 

Regie: Edward D. Wood Jr.

Kamera: William C. Thompson

Schnitt: Edward D. Wood Jr.

Musik: Gordon Zahler

Darsteller: Gregory Walcott, Mona McKinnon, Joanna Lee, Lyle Talbot, Bela Lugosi, Duke Moore

Kurzinfo: Zwei Auserirdische namens Eros (Dudley Manlove) und Tanna (Joanna Lee) werden von ihrem Herrscher zu eine schönem Planeten namens Terra (auch als "Erde" bekannt) entsandt, um ihn zu vernichten, bevor die bösen Menschen mit ihren "Atombombenversuchen" das "ganze Universum" verseuchen. Ihr Raumschiff landet - welch genialer Plan! - auf einem kalifornischen Friedhof, wo sich die beiden (nachdem die Pläne 1 bis 8 wohl absolute Schüsse in den Ofen waren) gleich daranmachen, Plan 9 in die Tat umzusetzen. Was ist Plan 9? Ein gewalitges noch nie dagewesenes Projekt: Man will die Toten wiedererwecken - offenbar, damit sie die Milliarden Lebenden zu Tode erschrecken.

Wertung: SmileSmileSmile (Eigentlich 7, aber man muss Wood schlecht bewerten um seinen Ruf gerecht zu werden.)

IMDB Link: Plan 9 from outer space

Pers. Status: Money mouth

Infos zu Ed Wood und zum Film: Edward D. Wood war ein unheilbarer Filmomane. Er begann seine Karriere im Showbusiness als Platzanweiser in Schundkinos und durfte 1952 als Regieassistent an dem Western The Lawless Rider (Regie: John Carpenter) mitarbeiten - der ersten Filmkatastrophe seiner Laufbahn. Als >>Drehbuchautor<< überarbeitete er für den Produzenten Alex Gordon dessen Skript für den Film Atomic Monster, aus dem später Bride of the monster (Regie: Ed Wood) entstand. Er war, zugegeben, ein wirrer Typ. Seine Saufereien und so weiter machten ihn völlig unzuverlässig. Aber er war ein absolut sympathischer Kerl. Er hatte einen tollen Sinn für Humor, deswegen hatte man ihn gern um sich. Und er sah auch noch gut aus.

 

Edward D. Wood war eine Klasse für sich: Wer seine Produkte kennt, wird sie so schnell nicht vergessen, denn wie jeder große Regisseur hatte er auch einen unverwechselbaren Stil: In seinen Filmen wimmelt es von Pappkartons, die sich als Bauten ausgeben, Untalenten, die so tun, als seien sie Schauspieler, Kamera>>haltern<< und Dialogen, deren Einfalt nicht mal Jess Franco unterbietet. Seine Themen stammen aus der Plunderkiste, seine Darsteller waren Baptistenprediger, Statisten, der Zahnarzt seiner Gattin, im Fall Bela Lugosi ein drogenabhängiges Wrack und eitle Fatzken, die fünf Dollarm in seine Filme investierten, um sich auf der Leinwand als >>Koproduzent<< oder Komparse wiederzufinden. Auch in Plan 9 aus dem Weltall wimmelt es von Dichtkunst, bei der man nur mit den Ohren schlackern kann:

Erster Polizist: Hast du was aus ihr herausgekriegt

Zweiter Polizist: Sicher, sie hatte Angst und einen Stock. Aber vergiss nicht, ihr Nachthemd war zerrissen und sie hat sich die Füße zerkratzt.

Erster Polizist: Ja, daran hab' ich nicht gedacht. 

 

Äh ja genau. Denkt sich der Leser gerade. Aber jeder wird dem Streifen nur mit offenen Mund und schüttelndem Kopf anschauen können. Ein besonderes Highlight sind die Bauten und Effekte: An Klavierdrähten aufgehängte Cadillac-Radkappen, die man leider auf den ersten Blick als solche erkennt, dienten als >>fliegende Untertassen<<. Das Ufo ähnelt eher einem Bungalow mit wurmstichigen Küchenschränken und ein paar alten Radios von 1958. Pures Genie ist es auch einen Schauspieler anzuweisen, über einen Grabstein zu stolpern, was dazu führt, dass die Pappimitation sich beträchtlich verbiegt. Trotz oder wegen seines eigenwilligen Stils blieb Ed Wood zu seinen Lebzeiten die Anerkennung der Filmwelt und des Publikums verwehrt. Das Leben des armen Hundes Wood wurde von Tim Burton unter dem Titel Ed Wood (USA 1994) verfilmt. Johnny Depp mimt dort den "schlechtesten Regisseur aller Zeiten.

 

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"Ihr von der Erde seid alle Idioten!"

Eros 


Fargo

Komödie — geschrieben von phryx @ 19:28

 

  

Orig. Titel: Fargo 

Dt. Titel: Fargo

Jahr: 1996 

Regie: Joel & Ethan Coen 

Kamera: Roger Deakins 

Schnitt: Joel & Ethan Coen

Musik: Carter Burwell

Darsteller: William H. Macy, Steve Buscemi, Peter Stormare, Tony Denman, Gary Houston, Melissa Peterman, Warren Keith, Larry Brandenburg, Frances McDormand, John Carroll Lynch, Bruce Bohne, Bruce Campbell

Kurzinfo: Jerry Lundegaard (William H. Macy) hat ein Problem. Er würde sich gerne selbstständig machen, doch wie er das Vorhaben finanzieren will, weiß er nicht. Sein Schwiegervater Irate (Gary Houston) ist zwar vermögend, doch nicht gerade gut auf Jerry zu sprechen. Also engagiert er die beiden Ganoven Carl (Steve Buscemi) und Gaear (Peter Stormare) um seine Frau zu entführen. Mit dem erzielten Lösegeld würde er dann sein Traum realisieren. Wenn denn dann nicht (fast) alles schief gehen würde.

Wertung: SmileSmileSmileSmileSmileSmileSmileSmileSmileSmile

IMDB Link: Fargo

Pers. Status: Cool 

Weitere Infos: Auf wie viele Arten kann man das Wort "Ja" aussprechen? Du weißt es nicht? Dann schau dir Fargo an. Aber auch sonst geht es im Coen Klassiker "ziemlich schräg" und auf jeden "schräger als in allen anderen" Filmen des Genres zu. Da gibt es schwangere Polizisten, miese Kleinkriminelle, nervige Hausfrauen und ein verschlafenes Nest namens Brainerd, deren Bürger, so kühl wie die Skandinavier, sich nichts von haarsträubenden Dingen in ihrer Umgebung anmerken lassen. Sie philosophieren nicht, und nehmen das Leben wie es kommt. Marge, der schwangere Sheriff von Brainerd, wird schließlich mit dem Fall vertraut gemacht.

   

Sie erledigt ihre Arbeit nicht nur mit einer extremen Gelassenheit, sondern entwickelt dann und wann sogar eine gewisse kindliche Einfalt, wenn sie nur so vor sich hinstarrt. Aber es ist gerade diese "vermeintliche" Einfalt, die die wortkargen, grundanständigen Menschen aus Brainerd so liebenswürdig und sympathisch macht. Nur zurecht wurde der Streifen 1996 in Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet.

P.S.: Die Geschichte soll sich 1987 wirklich in Minnesota so oder so ähnlich zugetragen haben... ;-)  

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   Carl Showalter: What kind of trouble are you in, Jerry? 
Jerry Lundegaard: Well, that's, that's, I'm not gonna go inta, inta - see, I just need money.

Dialog aus Fargo 


Chungking Express

Drama — geschrieben von phryx @ 20:10

Orig. Titel: Chung Hing sam lam

Dt. Titel: Chungking Express

Jahr: 1994

Regie: Kar Wai Wong

Kamera: Wai-keung Lau/Christopher Doyle

Schnitt: William Chang/Kit-Wai Kai/Chi-Leung Kwong

Musik: Frankie Chan/Michael Galasso/Roel A. García

Darsteller: Tony Leung Chiu Wai, Brigitte Lin, Faye Wong, Takeshi Kineshiro, Valerie Chow, Lynne Langdon

Kurzinfo: Der Film ist in zwei Hälften, oder besser 2 1/2 Hälften gegliedert. Zunächst erzählt er die Geschichte des Polizisten 223, der von seiner Freundin verlassen ein Jahr darauf warte, dass sie zurückkommt. In der zweiten Hälfte wird die Geschichte vom Polizisten 663 erzählt, der sich in die in einem Schnellrestaurant arbeitende Faye verliebt. Zudem wird nebenbei der Versuch einer blonden Frau (womöglich Amerikanerin) geschildert, einen Drogenschmuggel über die Bühne zu bringen. Das ganze klingt zwar ziemlich verworren, macht sich aber auf der Leinwand ziemlich gut, und das nicht nur wegen der herausragenden Bilder Doyles (Regisseur: Slumdog Millionair)

Wertung: SmileSmileSmileSmileSmileSmileSmileSmileSmileSmile

IMDB Link: Chungking Express

Pers. Status: Surprised 

Weitere Infos: Kar Wai Wongs Filme sind anders, erfrischend anders. Zum einem fallen immer wieder die grellen, ja fast schon psychedelisch wirkenden Neon-Bilder Hongkongs auf. Zusammen mit den Charakteren spiegeln sie ein gewisses Gefühl der Anonymität, aber auch der Angst wieder. Sie sind taghell in dre Nacht, aber dennoch ist die Nacht zwielichtig.

Schon fast verwunderlich, dass dieser Film trotz seiner doch düsteren und mystischen Bilder nahezu ohne Gewalt auskommt, ganz im Gegenteil sich sogar eine romantische Liebesgeschichte entwickelt, die durchaus in ihrem Verlauf auch komische Züge annimmt. Wer Fallen Angels gesehen hat, oder Happy Together, die eine ähnliche Bildsprache sprechen, ist über die Gewaltlosigkeit noch umso mehr verwundert. Erster ist sozusagen ein Abfallprodukt von Chungking Express, denn Teile der Fallen Angels Story sollten das Ende von Chungking Express werden.

Wongs Charaktere sind oft Menschen, die ihr Leben leben, Underdogs, teils gebeutelte, verwirrte oder gar verrückte Menschen, teils aber auch Menschen, die zurückhaltend glücklich ihr Dasein fristen. Chungking Express lebt von seiner einfachen Available-Light-Fotografie und einer beweglichen Handkamera, die den Menschen einfängt wie er sich gibt.

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Cop663: You like noisy music?
Faye: Yes. The louder the better. Stops me from thinking.
Cop663: You don't like to think? What do you like?
Faye: Never thought about it.

Dialog aus Chungking Express


One flew over the cuckoo's nest

Drama — geschrieben von phryx @ 20:37

Orig. Titel: One flew over the cuckoo's nest

Dt. Titel: Einer flog übers Kuckucksnest

Jahr: 1975

Regie: Milos Forman

Kamera: Kaskell Waxler

Schnitt: Sheldon Kahn/Lynzee Klingman

Musik: Jack Nitzsche

Darsteller: Michael Berryman, Peter Brocco, Dean R. Brooks, Alonzo Brown, Scatman Crothers, Mwako Cumbuka, Danny DeVito, Josip Elic, Louise Fletcher, Christopher Lloyd, Ted Markland, Jack Nicholson, Phil Roth, Vincent Schiavelli, Mews Small, Brad Dourif, Anjelica Huston, William Redfield, Sydney Lassick

Kurzinfo: Randell Patrick McMurphy (Jack Nicholson), der wegen einer Vergewaltigung in einem Arbeitslager brummt erzwingt seine Verlegung in eine Nervenklinik. Dort angekommen wird er mit der Einöde und Verschlafenheit der Insassen konfrontiert, die ihnen von der Stationschefin/tyrannin Ratched über Jahre der Gehirnwäsche hinweg eingetrichtert wird. Doch McMurphy, in normalen Leben ein Underdog, macht es sich zum Ziel die müden Geister zu erwecken. Er findet schnell Anschluss bei den Verrückten, allen voran dem nervösen Martini (Danny DeVito), dem scheinbar normalen Harding (William Redfield) und dem noch jungen suizidgefährdeten Billy Bibbit (Brad Dourif). McMurphy will und kann sich dem System des Dahinvegeteriens nicht anschließen und legt es auf Konfrontation an.

Wertung: SmileSmileSmileSmileSmileSmileSmileSmileSmileSmile

IMDB Link: One flew over the cuckoo's nest

Pers. Status: Cool 

Weitere Infos: Einer flog übers Kuckucksnest, die Adaption des gleichnamigen Buches von Ken Kesey, wurde mit Preisen schier überhäuft. U.a. auch 5 goldene Oscars. Und das nicht zu unrecht. Ein Film der die Wahrheit des Menschen so gefühlvoll, so ehrlich und auch so traurig wiederspiegelt wie kein Zweiter. Formans Film ist dort am stärksten, wo er in einem leichten, teils ironischen, teils grotesken Komödienspiel eingefahrene Verhaltensnormen, sture Zwänge und inhumane Machtverhältnisse entlarvt und eine Lanze für die Unangepassten, die Verweigerer bricht. Durch das Verhalten der >>Verrückten<< stellt er auf intelligente, unterhaltsame Weise die >>Normalen<< in Frage.

 

Für den Dreh wurde extra ein leerer Flügel des Oregon State Mental Hospital gemietet. Die Darsteller lebten ausserdem mehrere Wochen mit echten >>Verrückten<< zusammen und bauten sich so ihren Charakter zusammen.

Schon lange bevor der Film gedreht wurde, sicherte sich Kirk Douglas die Filmrechte an dem Bestseller. Eigentlich hatte er vor sich selbst in der Rolle des McMurphy zu besetzen, doch mit den Jahren wurde er zu alt für die Rolle. Auch war es nicht er der den Anstoss zur Realisierung des Projekts gab, sondern sein Sohn Michael Douglas.

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  "Ich bin völlig normal. Ein Wunder der modernen

Wissenschaft!"

R.P. McMURPHY


Some like it hot

Komödie — geschrieben von phryx @ 13:50

Orig. Titel: Some like it hot

Dt. Titel: Manche mögen's heiß!

Jahr: 1959

Regie: Billy Wilder

Kamera: Charles Lang

Schnitt: Arthur P. Schmidt

Musik: Adolph Deutsch

Darsteller: Marilyn Monroe, Tony Curtis, Jack Lemmon, George Raft, Pat O'Brien, Joe E. Brown, Nehemiah Persoff, Joe Gray, Billy Gray

Kurzinfo: Der Saxophonist Joe (Tony Curtis) und sein Kumpel der Bassist Jerry (Jack Lemmon) geraten nach einer Razzia aus Versehen  in einen Strudel von Bandenkriminalitäten. Um sich aus der misslichen  Lage zu befreien wollen sie bei einem Orchester anheuern, dass demnächst auf Tour geht. Nur leider nimmt dieses Orchester nur Frauen auf. Kurzerhand verkleiden sich die beiden als Frauen und werden zu "Josephine" und "Daphne". Im Zug mit dem Orchester lernen die beiden die reizende Sugar Kane kennen. Ab jetzt ist das Chaos vorprogrammiert. Wilders und Diamonds Witz als Drehbuchautoren ist ungeheuer, und je haariger die Lage, desto absurder die Dialoge...

Doch beinahe wäre aus dem Kultstreifen gar nichts geworden. Denn Monroe terrorisierte die ganze Crew und war dermaßen unkonzentriert, dass die Dreharbeiten 6 Wochen verschoben werden mussten. Unglaublich, dass man davon während des Films gar nichts sieht. Alle wirken, wie ein perfekt eingespieltes Team. 

Wertung: SmileSmileSmileSmileSmileSmileSmileSmileSmileSmile

IMDB Link: Some like it hot

Pers. Status: Surprised 

Weitere Infos: Some like it hot wimmelt von Szenen, deren schräge Komik einem unvergesslich bleibt: Zum Beispiel wenn Joe sich als reicher Millionär ausgibt um Sugar Kane zu beeindrucken, jedoch wenig später schon wieder als Josephine in der Badewanne die oder den Unschuldigen spielen muss. Oder wenn sich der alte Osgood in Daphne verliebt und sie beim Tanzen dezent daraufhinweisen muss: "Daphne du führst schon wieder!"

In der Tat ist Some like it hot der am brillantesten konstruierte Film von Wilder. Zunächst war der Film jedoch eher verpöhnt; so schrieb eine westdeutsche Kinozeitschrift 1960: ...sogar homosexuelle Anspielungen kann man heraushören. Es ist bedauerlich, dass dieses Machwerk für Westdeutschland überhaupt freigegeben wurde... Schon zweimal zuvor wurde der Stoff von Thoeren und Logan allerdings ohne großes Aufsehen verfilmt. Die erste Fassung stammt aus Frankreich mit dem Titel Fanfare d'amour von Richard Pottier. Die zweite sogar aus der BRD selbst. 1951 inszenierte Kurt Hoffmann Fanfaren der Liebe.

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"Mein Problem bei dem Film war:

Wie schaffe ich es, dass zwei erwachsene Männer einen Film lang

Frauenkleider tragen und man sie trotzdem ernst nehmen kann?

Also musste ich sie in Todesangst versetzen, und dazu brauchte ich

das St.-Valentinstag-Massaker"

Billy Wilder

Anm.: Das St.-Valentinstag-Massaker war die Straftat, weswegen Jerry und Joe aus der Stadt fliehen mussten

 


Eraserhead

Science-Fiction — geschrieben von phryx @ 13:34

Orig. Titel: Eraserhead

Jahr: 1977

Regie: David Lynch

Kamera: Frederick Elmes/Herbert Cardwell

Schnitt: David Lynch

Musik: David Lynch

Darsteller: Jack Nance, Charlotte Stewart, Allen Joseph, Jeanne Bates, Judith Roberts, Laurel Near, Hal Landon Jr.

Kurzinfo: Henry Spencer lebt in einem verlassenen Hotel in einer verkommenen Industriegegend. An seinem Bett steht ein knorriger kleiner Baum, der aus einem Erdhaufen auf seinem Nachttisch wächst. Henry kommt nach Haus, zieht die Socken aus, legt sie aufdie Heizung. Die Socken verzischen. Ihm stehen die Haare wortwörtlich zu Berge. Er legt eine >>Fats<<-Waller Platte auf und stiert ausdruckslos vor sich hin... Der erste abendfüllende Film des Regisseurs David Lynch. Herstellungskosten: 20.000€. Die Produktionszeit betrug 5 Jahre, die sich aber gelohnt haben. Noch heute läuft der Film in sogenannten Mitternachtsvorstellungen in Amerika. 

Wertung: SmileSmileSmileSmileSmileSmileSmile

IMDB Link: Eraserhead

Pers. Status: Frown

Weitere Infos: "Von seiner bizarren Schönheit, dieser elegischen Darstellung eines depressiven Schubs oder eines schlechten Trips, hat Eraserhead über die Jahre kaum etwas verloren" (Georg Seeßlen, EPD Film) Eraserhead ist trotz unappetitlicher Szenen kein Splatterfilm. Verwesung, Wahn, Träume sind hier surreale Elemente, vergleichbar mit denen der Surrealisten, wie sie in Filmen Buñuels (Der andalusische Hund, Das goldene Zeitalter) oder der Malerei Dalís zu finden sind.

David Lynch war, bevor er Filmemacher wurde, bildender Künstler. Er kannte den Surrealismus aus dem EfEf; die Schönheit im Abscheulichen, die Entstellung der Realität und das Herauslösen gesellschaftlicher Ängste und Fantasien. Eraserhead treiben eigenartige Bilder, eigenartige Geschehnisse in seiner fast unbeschreiblichen Langsamkeit voran. Lynchs bizarre Bilder lassen die Erzählweise des Kinos unangetastet.

Deshalb ist Eraserhead kein avantgardistischer Experimentalfilm. Lynchs Film ist vielmehr eine makabre Komödie und ein Traumspiel über Grundprobleme des Menschen. Für die Fans von David Lynch ist der Film ein nahezu vollständiger Katalog all jener Motive und Bilder, die in seinen späteren Werken wiederkommen werden: Insudstrielandschaften, Geräusche und Röhren, das Bett als zentraler Ort der Welt (vgl. Mullholland Drive; die Leiche im Bett) und Menschen, die durch äußere oder innere Umstände von ihrer Umwelt entfernt sind.

Der unheimliche Star dieses Films ist zweifellos das Baby. Bis heute schweigen sich David Lynch und seine Mitarbeiter darüber aus, wie sie dieses "Geschöpf" erschaffen haben. 

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"Wenn es überhaupt möglich ist, durch den Besuch eines Films

nachweisbaren Schaden zu erleiden, dann kann man mit an Sicherheit

grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen,

dass der Film Eraserhead heißt."

 MOVIETONE NEWS


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